Die Demokratiesäule

01. 12. 2007

Terror in der Hofburg

Gespeichert unter: Österreich — schreiberling @ 22:52
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In der Hofburg wird jetzt neuerdings nach einem neuen Posten verlangt: Terroristenwächter! Anlass dafür war die Einladung des Bundespräsidenten anlässlich des Endes der islamischen Fastenzeit, bei der sich ein angeblicher Terrorverdächtiger eingeschlichen hat. Nicht nur das; er hat auch Fischers Hand geschüttelt. Dadurch stellt sich die Frage: War Fischer in Gefahr?

Vielleicht. Gott (oder Allah?) sei dank gilt Österreich in diesen Fällen als relativ sicher. Die Tatsache, dass “relativ” ein sehr dehnbarer Begriff ist, sollte uns aber doch zu denken geben. Wie hätte es ausgesehen wenn unser Bundespräsident George Walker Bush junior wäre? Würde die Innenstadt Wiens noch stehen? In wie weit hilft uns die Neutralität noch? Hilft sie überhaupt um terroristischen Akten vorzubeugen?

Fest steht: Vor extremistischen Übergriffen kann der Staatsbürger nie zu 100 % sicher sein.

Zu diesem Thema fallen mir nämlich auch noch andere interessante Fragen ein: Inwiefern ist Österreich als militärisches Ziel interessant? Wie wichtig sind Staatsmänner wie Fischer oder Gusenbauer um sie zu liquidieren? Welchen Glanz hat Wien um es dem Erdboden gleich zu machen?
Als Realist wäre ich mir nicht sicher. Als Optimist verfolge ich jedoch die Meinung, dass Österreich als flächenmäßig kleiner Staat kein lohnendes Ziel abgeben würde. Ein Vorteil ist sicherlich auch, dass wir, auf Grund unserer erwähnenswerten Neutralität, noch in keinem der letzten Nahost-Kriege aktiv mitgewirkt haben, lediglich in Afghanistan als UNO-Truppe. Dazu fällt mir aber auch Bert Nussbaumer ein, jener Altmünsterer der vor mittlerweile mehr als einem Jahr im Irak gefangen genommen wurde und seither nicht mehr wirklich aufgetaucht ist.

Bekannt wie ein bunter Hund.

In Österreich wird der mutmaßliche Terrorist der Bildung terroristischer Vereinigungen verdächtigt. In Amerika ist er ebenfalls nicht unbekannt, dort ist er unter 755.000 anderen auf einer Liste vorgemerkt, falls er der CIA einmal außerhalb österreichischen Bodens in die Hände läuft.
Und die Moral von dieser G’schicht: Lieber freundlich dem Präsidenten die Hand schütteln, als gewaltsam an halb Wien zu rütteln!

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