Das Österreichische Bundesheer, verantwortlich für “Schutz und Hilfe”, wie es so schön im Werbeslogan heißt, begibt sich dieser Tage auf Wanderschaft quer durch Österreich. Und das nicht allein, nein: Truppen aus Belgien, Deutschland, Serbien und Frankreich sind auch eingeladen, das Sturmgewehr zu schultern, in den Panzer zu steigen und die schöne österreichische Landschaft zu genießen. Da könnte man fast meinen, die Qualifikation für die Fußball-WM 2010 in Südafrika ist um ein halbes Jahr vorverlegt worden, denn da müssen wir ja unter anderem auch gegen Serbien und Frankreich aufmarschieren. Und so zieht man von Kärnten über die Steiermark bis nach Niederösterreich wo dann südlich der Donau Stellung bezogen wird.
Das alles haben die Rekruten der Großübung “Pacemaker 07″ zu verdanken. Erprobt wird ein nach weiteren Anschlägen bereits zur Ruhe gekommener Konflikt zweier fiktiver europäischer Parteien. Gut sollen sie, man will ja schließlich mit dem Kriegsgerät nicht einrosten, im wahrsten Sinne des Wortes; die Eurofighter sind ja noch nicht da. Und dabei wandern die 3600 Mann von Kärnten über die Steiermark zunächst nach Niederösterreich, wo südlich der Donau Halt gemacht wird, danach weiter bis ins Waldviertel.
Das Bundesheer auf Du und Du mit Europa.
Und dabei haben sie sich weitere Spielkameraden eingeladen: 250 Mann aus Deutschland, 200 aus Belgien, je 60 aus Slowenien und Frankreich, und schlussendlich 8 aus Serbien.
Nicht dass ich mich gerne an jene Zeit vor 60 Jahren zurückerinnere, aber damals hatten wir doch auch schon einmal fremde Armeen im Land…
Mein Tip für unsere Kämpfer: Fußball nicht vergessen, vielleicht lässt sich zur Gegnerbeobachtung das eine oder andere Spiel gegen Serbien und Frankreich bestreiten, der Hicke wirds euch danken!